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12.12.2018

Sparsame und sichere Weihnachtsbeleuchtung

Alle Jahre wieder brennt in Deutschland so mancher häusliche Weihnachtbaum. Da die meisten Kunden ihre Lichterketten in großen Handelshäusern erwerben, können E-Handwerksbetriebe mit Sicherheitstipps punkten und selbst aktiv verkaufen.

Bild: Jörg Sabel_pixelio.de

Nach dem Ende der Sommer- und der nahenden Adventszeit ist deutlich zu spüren, dass die Beleuchtung mit künstlichem Licht und damit auch der Stromverbrauch zunehmen. Insbesondere gilt dies für Dekorationsbeleuchtungen, die mit herkömmlichen Glühlampen versehen sind, um ein angenehm warmes Licht auszustrahlen.

Herkömmliche Lichterketten haben oft hohen Energiebedarf
Die Deutsche Energie-Agentur (dena) verdeutlichte an einem Beispiel den beachtlichen Energiebedarf einer herkömmlichen Weihnachtsbeleuchtung: Eine Zehn-Meter-Lichtschnur verbraucht demnach in fünf Wochen Strom im Wert von 20 Euro. Ein 140-Liter-Kühlschrank der sparsamsten Energieeffizienzklasse hat einen ähnlichen Energiebedarf – allerdings im gesamten Jahr. Mit den folgenden Maßnahmen lässt sich dem hohen Energiebedarf und den damit zusammenhängenden Betriebskosten der Lichterketten entgegenwirken:
›    Energiesparlampen einsetzen (mindestens Energieeffizienzklasse A)
›    Lichterketten mit LED-Technik ausstatten
›    im Außenbereich solarbetriebene Schmuckbeleuchtung verwenden.
›    automatischen Zeitschaltuhren verwenden.

Sparen mit LED-Beleuchtung  – aber nicht am falschen Ende
Alleine mit dem Einsatz von LED- statt herkömmlichen Lichterketten, lässt sich der Stromverbrauch in der Advents- und Weihnachtszeit um bis zu 70 Prozent senken. Aber aufgepasst: Gerade billige LED-Beleuchtungen sind oft „brandgefährlich“. wenn bestimmte Sicherheitshinweise und Umgangsregeln nicht beachtet werden. Dekorationsmaterialien von schlechter Qualität sind in der Vorweihnachtszeit die Brandursache Nummer 1 in deutschen Haushalten. Aus der Produktmängelstatistik der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin geht hervor, dass die am häufigsten festgestellten Risiken von heißen Bauteilen und von freiliegenden Drähten ausgehen. Von Produkten unbekannter Herkunft sollte man also besser die Finger lassen.

Einsatzort und Anschlussleitung sind entscheidend
Zudem verbrauchen LEDs zwar weniger Energie, werden aber in Summe dennoch sehr warm und dürfen daher nicht abgedeckt werden. Bei Verwendung einer LED-Lichterkette ist also auf den Einsatzort und eine mängelfreie Anschlussleitung zu achten. Werden LED-Lichterketten im Außenbereich verwendet, sollten sie und auch das Netzteil spritzwassergeschützt (IP44) sein. Sind im Garten, auf dem Balkon oder am Haus längere Strecken zu überwinden, kann dies über Verlängerungsleitung geschehen. Was für eine wasserdichte LED-Beleuchtung (IP67) gilt, muss dann aber auch für die Verlängerungsleitung gelten, da sie mit Schnee, Regen und stehendem Wasser in Berührung kommen kann.

Kennzeichnung und Beratung sorgt für Kundenvertrauen
Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte an einer LED-Beleuchtung und einer Anschlussleitung neben dem CE-Zeichen und einem von einer vertrauenswürdigen Prüfstelle herausgegebenen GS-Zeichen – idealerweise auch das VDE-Prüfsiegel - vorhanden sein. Letztendlich gilt: Kunden können viele Sicherheitsrisiken vermeiden, wenn sie ihre Dekorationsbeleuchtungen beim Elektro-Fachhändler ihres Vertrauens erwerben.

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