News - Detailansicht
30.11.2010

E-Handwerke geben Autos Strom

Zwischenbericht der Nationalen Plattform Elektromobilität
Der am 30. November 2010 von der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) an die Bundesregierung übergebene Zwischenbericht setzt aus Sicht des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), Frankfurt/Main, positive Signale. „Die E-Handwerke werden ihren Teil dazu beitragen, dass Deutschland auf dem Gebiet der Elektromobilität eine...

Zwischenbericht der Nationalen Plattform Elektromobilität

Der am 30. November 2010 von der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) an die Bundesregierung übergebene Zwischenbericht setzt aus Sicht des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), Frankfurt/Main, positive Signale. „Die E-Handwerke werden ihren Teil dazu beitragen, dass Deutschland auf dem Gebiet der Elektromobilität eine Führungsposition einnimmt“, sagt ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi zu den ersten Ergebnissen der Arbeitsgruppen.

Mit dem vorgelegten Bericht zeigen die an der NPE beteiligten Projektgruppen aus Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Wissenschaft, dass sie gemeinsam das für Deutschland wichtige Thema Elektromobilität voranbringen wollen. Der Endbericht ist für Mai 2011 geplant. Seit Einberufung der NPE durch die Bundesregierung im Mai dieses Jahres arbeiten sieben Arbeitsgruppen intensiv an einem Ausbauszenario für Elektromobilität. Der ZVEH ist in den Arbeitsgruppen „Ladeinfrastruktur und Netzintegration“ sowie „Ausbildung und Qualifizierung“ direkt vertreten. Wesentliches Ziel ist es, alle Kräfte so zu bündeln, dass Deutschland zum Leitmarkt und führenden Anbieter für Elektromobilität werden kann.


Kundennähe der E-Handwerke bietet Wettbewerbsvorteil
Die NPE stellt in ihrem Bericht fest, dass Deutschland beim Aufbau der Elektromobilität sowohl auf wichtiges Knowhow aus der Industrie als auch auf qualifizierte Kenntnisse und eine bestens ausgebaute Infrastruktur im Handwerk zugreifen kann. Dies ist nach Auffassung der NPE ein im internationalen Wettlauf nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil, der auch für die Elektromobilität genutzt werden soll. Gerade der unmittelbare Zugang der handwerklich geprägten Unternehmen zum Kunden kann wesentlich dazu beitragen, die Akzeptanz der E-Mobilität bei den Verbrauchern zu steigern.


Aufbau der Ladetechnik: Domäne der E-Handwerke
Ladepunkte im öffentlich zugänglichen und privaten Raum zu errichten, wird eine Domäne der elektro- und informationstechnischen Handwerksbetriebe sein. Die Arbeitsgruppe „Ladeinfrastruktur und Netzintegration“ geht im Zwischenbericht davon aus, dass Ladeeinheiten überwiegend bei Privatkunden installiert werden. „Die E-Handwerke sind prädestiniert dafür, Verbraucher und andere Endkunden zur Ladetechnik zu beraten. Wir haben festgestellt, dass die Betriebe mit ihrem hohen Qualifizierungstand bereits heute die Grundvoraussetzungen zur Beherrschung der Technik erfüllen. Selbstverständlich werden wir die Markteinführung durch Weiter- und Fortbildung begleiten“, sagt Jakobi.


Ladeinfrastruktur verbindet Energie- und Informationstechnik
Da derzeit die Weichen für die neue Technologie gestellt werden, hat der ZVEH auch die besonderen Interessen der E-Handwerke eingebracht. Beim Ausbau der Ladeinfrastruktur wird die Energietechnik mit der Informationstechnik kombiniert. Die NPE geht davon aus, dass die Batterie ebenso Dienste für ein intelligentes Stromnetz bereitstellen kann, zum Beispiel um als Puffer ein Überangebot an PV- oder Windstrom auszugleichen. Die Elektrohandwerke könnten dann mit individuellen Lösungen die heimische PV-Anlage und die Ladestation koppeln, um den Eigenverbrauch von PV-Strom zu erhöhen.

„Der Markt für Elektromobilität befindet sich in Deutschland derzeit allerdings noch im Aufbau. Wir beobachten die Entwicklungen und halten die Betriebe der elektro- und informationstechnischen Handwerke auf dem Laufenden. Der Endkunde wird Elektromobilität nur dann annehmen, wenn er komfortabel und sicher damit fährt“, so Jakobi. Es müsse, davon ist der ZVEH überzeugt, viel mehr ganzheitlich gedacht werden. Die Ladestation wird hohe elektrische Leistungen übertragen und dauernd im Gebrauch sein. Die Betriebssicherheit im privaten wie im öffentlichen Bereich müsse also durch regelmäßige Überprüfungen und Wartungen sicher gestellt werden. Auch diese Tätigkeiten gehören zu den Kernaufgaben der E‑Handwerke, so der ZVEH.


Zum Download als pdf:

» Zwischenbericht der NPE

» Bericht der Arbeitsgruppe 3

» Bericht der Arbeitsgruppe 6

 

Sie möchten Mitglied werden? Schreiben Sie uns: info(at)elektro-innung-hd.de oder rufen Sie uns an: 06221/301182